Der Aquaristik Einsteigerguide

Shrimp AquariumEin Aquarium bietet für Groß und Klein einen tollen Blickfang. Es schafft nicht nur einen neuen Schwerpunkt im Raum, sondern sorgt auch für eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Mit den richtigen Zierfischen, Schnecken, Krebsen oder Garnelen schaffst du einen wunderschönen Mikrokosmos der dich Stundenlang entführen kann. Es ist somit nicht nur ein schöner Hingucker, sodern kann auch dazu beitragen, denn Kopf nach einem stressigen Tag frei zu bekommen.

Es macht allerdings nicht nur Spaß den Mikrokosmos zu beobachten. Das Füttern ist wohl der schönste Teil. Du siehst den Fischen fast die Dankbarkeit an und es ist immer wieder interessant zuzusehen. Ein Aquarium muss allerdings bevor der richtige Spaß beginnt auch Eingerichtet werden. Wenn du dir ausreichend Zeit nimmst, kannst du hier deiner kreativen Ader freien Lauf lassen. Vergiss bitte nicht, dass dein neues Hobby auch Pflege braucht. Alles wissenswerte stellt dir der Aquaristik Einsteigerguide auf dieser Seite zu Verfügung.

Inhaltsverzichnis

  1. Allgemeine Fragen
  2. Was muss ich vor dem Kauf beachten?
  3. Das Becken ist da was nun?
    1. Die Vorbereitung
    2. Die Fische
  4. Die Aquariumpflege
    1. Täglich
    2. Alle 1 bis 2 Wochen
  5. Abschluss

 

1. Allgemeine Fragen

Ein Aquarium ist nicht nur schön anzusehen. Es ist tatsächlich auch mehr arbeit als das bloße Füttern. Vor dem Erwerb eines Aquariums solltest du dir bewusst sein, dass laufende Kosten und Arbeit auf dich zu kommen. Im nachfolgenden behandeln wir zunächst die 2 grundlegensten Fragen. Wenn du dem Anforderungsprofil einer der Fragen nicht entsprichst, so solltest du zumindest zum aktuellen Zeitpunkt von einem Aquarium absehen.

Aquarium ZeitHabe ich genug Zeit für ein Aquarium?

Ein Aquarium benötigt weit aus weniger Zeit als ein Hund, eine Katze oder ein Kanninchen. Trotzdem ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen.

Die Fütterung ist nicht die einzige Aufgabe die mit einem Aquarium auf dich zu kommt.

Eine allgemeine Aussage über den Zeitaufwand zu treffen ist schwer. Es spielen viele Faktoren wie deine Erfahrung, die Beckengröße, der Fischbesatz ,die Wasserpflanzen uvm. eine Rolle. Ein kleines Nanoquarium mit Moos und Garnelen benötigt weniger Arbeit als ein großes Aquarium mit vielen Fischen und Wasserpflanzen die schnell wuchern.

Abgesehen von der Fütterung kommt in regelmäßigen Abständen auch eine Grundreinigung und ein Teilwasserwechsel dazu. Dies kann bei einem 120 Liter Aquarium gerne mal 2 Stunden in Anspruch nehmen.

In der Summe solltest du für dein Aquarium mindestens 3 bis 4 Stunden + Fütterung pro Woche einplanen. Je nachdem wie groß dein Aquarium und wie gut der allgemeine Zustand ist, kann die Zeit nach oben und unten abweichen.

Welche laufenden Kosten bringt ein Aquarium mit sich?

Ein Aquarium ist mit der Anschaffung nicht erledigt. Es kommen auf dich sich wiederholende Kostenpunkte auf dich zu.

Bei einem 120 Liter Aquarium mit durchschnittlicher Ausstattung bist du bei jählichen Stromkosten von ca. 180€. Hinzu kommen Wasseraufbereitung & Dünger mit ca. 65€ pro Jahr, das Wasser für den Teilwasserwechsel (bei 25 Litern jede Woche)mit ca. 2€ pro Jahr und dem Futter mit ca. 10€ pro Jahr.

So bist du mit unserem Musteraquarium in der Summe bei jährlichen Kosten von 257€. So zahlst du für dein Becken also jeden Monat ca. 21,42€. Das klingt erstmal nicht viel, allerdings kann diese Kosten nicht jeder einfach wegstecken. Deshalb überleg dir vorher ob du dir ein Aquarium auch wirklich leisten kannst.

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Die Top 3 Nanoaquarien

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2. Was muss ich vor dem Kauf beachten?

Aquarien sind nicht nur Becken die man überall platzieren kann. Je nach Größe und dazugehörigem Gewicht brauchen sie einen Unterschrank. Sie dürfen auch nicht überall hingestellt werden und wie groß es am Ende werden soll, muss ich vorhinein geplant sein. Alle wichtigen Tipps findest du in den nachfolgenden Absätzen.

Wie groß soll mein Aquarium werden?

Grundsätzlich ist hier die vorhande Erfahrung und die Zeit die du investieren kannst entscheident. Für Anfänger ist ein Becken zwischen 54 und 120 Liter am besten. In dieser Größenordnung kannst du die Aquaristik am besten kennen und verstehen lernen. Größere Aquarien würde wir am Anfang nicht empfehlen, da es bei diesen auch mehr zu beachten gilt. Für Anfänger empfehlen wir hier Komplettset Aquarien.

Glasaquarium kaufenEs gibt natürlich auch kleinere Aquarien, die sogenannten Nanoaquarien. Diese sind in der Regel aufgrund ihrer größe weniger Artgerecht und eher zur Aufzucht, Kampffische, für Garnelen o.ä. geeignet. Außerdem ist zu beachten, dass je kleiner das Aquarium ist, desto weniger Tiere können in ihm gehalten werden.

Auch wenn es etwas weit ausgeholt klingt, solltest du dir bereits vor dem Kauf Gedanken über deine zukünftigen Bewohner machen. Langstreckenschwimmer werden in einem kleinen Nanoaquarium selten glücklich. Schwarmtiere überleben nicht lange zu 2.

Wenn du dir nicht nicht nahezu täglich die Fragen stellen willst, warum es immer weniger Fische sind, solltest du auch auf die Artenpaarung achten. Nicht jede Art verträgt sich mit jeder. So kann es passieren das eine Fischart deine anderen Fische einfach tötet und verspeist.

Miss ruhig vorher einmal aus ob dein neues Aquarium (samt Unterschrank) an den von dir geplanten Ort auch wirklich passt.

Wo sollte es am besten stehen?

Dein neues Aquarium macht sich optimal in Ecken oder an einer Wand, die zuvor keine Besonderheit in dem Raum dargestellt haben. Richtig eingerichtet stellen Aquarien durch die richtige Platzierung einen tollen Blickfang dar und lassen den Bereich an dem sie platziert wurden in einem neuen Licht erscheinen.

Wichtig ist bei der Platzwahl, dass das Becken nicht dem direkt Sonnenlicht ausgezetzt ist, da es sowohl die Algenbildung fördert, als auch die Wassertemperatur aan wärmeren Tagen verändern kann. Dies führt zu einem anderen Klima im Aquarium, was den Aufenthalt unangenehm für deine Zierfische macht. Langfristig kann das auch zum ‚kippen‘ des Aquariums führen.

Eine moderne Aquariumbeleuchtung sorgt ohnehin für die optimalen Lichtbedingungen, um den Pflanzenwachstum zu fürdern und deinen Aquarienbewohnern einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren.

Weiterhin ist zu beachten, dass du das Becken problemlos jederzeit ohne große Anstrengung erreichen kannst. Du fragst dich jetzt bestimmt wieso, richtig? Beim Füttern ist das wohl das kleinste Problem, allerdings können die Beckenreinigung und der Teilwasserwechsel einiges an Zeit beanspruchen. So kann es durchaus sein, dass du bei großer Anstrengung viel länger beschäftigt bist, als wenn es frei im Raum zugänglich steht. Daher ist ein bequemer Zugang zum Aquarium empfehlenswert.

Welche Form darf mein Aquarium haben?

Ein Aquarium egal ob Groß oder Klein sollte am keine Kurven, Bögen, Rundungen o.ä. haben. Das hat den einfach Grund, dass diese das Licht brechen und so der Gleichgewichtssinn der Zierfische gestört wird. Langfristig hast du so eine hohe Sterberate und viele Fische die verwirrt rumschwimmen. Prismenformen haben den gleichen Effekt.

Wir empfehlen ein Quadratisches Aquarium bzw. ein Aquarium mit graden Wänden. Hier kommt es nicht zu Lichtbrechungen oder zu störungen bei den Bewohnern, wodurch du ein optimale Grundlage für dein Aquarium schaffst.

Brauche ich einen Aquarium Unterschrank?

AquariumpflanzenEin richtiger Unterschrank ist grundsätzlich empfehlenswert. Bei Aquarien unter 60 Liter reicht allerdings in der Regel auch ein stabiles Regel bzw. ein stabiler Schrank. Ab 60 Liter legen wird dir ans Herz einen speziellen Unterschrank zu kaufen, der dem Gewicht auch stand hält.

Ein passender Unterschrank ist nicht nur in der Lage das Gewicht deines Aquariums zu halten, sondern bietet dir auch Stauraum für Aquarienmedikamente, Futter, Bodenreiniger und sonstige Gegenstände. Ohne passenden Unterschrank musst du diese Dinge alternativ verstauen.

Ein Schrank, Regel o.ä. ist häufig nicht in der Lage das Gewicht eines Aquariums zu tragen, besonders wenn es aus Pressspanholz ist. Überlege dir deshalb vorher, ob du das Risiko eingehen willst oder dir lieber direkt einen passenden Unterschrank kaufst.

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3. Das Becken ist da was nun?

Das Aquarium Becken ist da. Sau cool !!! 🙂 Nur was mache ich jetzt fragst du dich bestimmt. Im Folgenden bekommst du eine Schritt für Schritt Anleitung, von der ersten Beckenreinigung, über die Einrichtung bis zum einsetzten der Fische.

Aquarium FischeBevor du jetzt loslegst, empfehle ich dir nochmals über die gewählte Position nachzudenken. Passt er wirklich? Ist das Becken dem direkten Sonnenlicht nicht ausgesetzt? Und soll das Aquarium dort wirklich stehen bleiben? Außerdem, sofern du kein Aquarium Unterschrank hast, solltest du dir eventuell noch einmal Gedanken machem, ob das von dir gewählte möbelstück dem Gewicht standhalten wird.

Sofern du die obigen Punkte alle mit gutem Gewissen abhacken kannst, kann es losgehen. Bevor du beginnst empfehlen wir dir erst einmal alle Schritte durchzulesen. Dannach kann es los gehen.

3.1 Die Vorbereitung

Bevor das Wasser in das Becken kommt und Fische im Aquarium schwimmen können, musst du dein Aquarium einrichten und den neuen Mikrokosmos einpendeln lassen. Im nachfolgenden findest du alle Schritte. Viel Spaß.

Die Beckenrenigung

Eine Beckenreinigung sollte egal ob das Aquarium Neu oder Gebraucht ist grundsätzlich durchgeführt werden. Hierfür solltest du das gesamte Becken mit einem Aquariumschwamm oder einem Waschlappen und lauwarmen Wasser reinigen.

Falls das Vivarium gebraucht ist und Kalkränder oder andere hartnäckige Schmutzflecken hat, so kannst du diese in der Regel mit Zitronensaft oder Essig reinigen. Falls das nicht funktioniert, solltest du probieren die Flecken mit einem Messer abzuscharben oder aufweichen. Nimm unter keinen Umstönden chemische Reiniger, denn diese machen das Becken komplett unbrauchbar und Müllreif.

Goldfisch AquariumDer Beckenboden

Nach der Reinigung ist der Bodenbelag dran. Sofern du eine Bodenheizung integrieren willst, ist die Heizmatte der erste Gegenstand der in das gereinigte Aquarium kommt. Wie das funktioniert findest du in der Regel in der Gebrauchsanweisung des Herstellers.

Du kannst nun beginnen eine Kiesschicht von ca. 5 cm im Aquarium zu platzieren. Von diesen 5 cm sind die ersten 2 bis 3 cm Kies gemischt mit Bodendünger um den Wasserpflanzen genug Mineralien zu Verfügung zu stellen. Die restlichen 2 cm sind einfach nur Kies.

Besonders wichtig ist, dass das Kies gewaschen ist. Solltest du ungewaschenes Kies haben, so kannst du ganz einfach einen Eimer mit Wasser und ca. 1/5 bis 2/5 Kies füllen und dann ordenlich umrühren. Das musst du solange machen bis du genug Kies für den Beckenboden hast. Den Bodendünger darf nicht mit ausgewaschen werden.

Die Dekoration

Nach dem Beckenboden kannst du mit der Dekoration beginnen. Hierfür kannst du unterschiedliche Dinge nehmen. Truhen, Taucher, Überaschungseierinhalte, Wurzeln kleine Schlösser o.ä. Nimm dir hierfür ausreichend Zeit. Du wirst dir am Ende sehr dankbar sein, dass du dir die Zeit genommen hast. Wenn du fertig bist lass es eine Stunde stehen und schau ob es dir dannach immernoch gefällt.

Bedenke bei der Deko, dass noch Wasserpflanzen in das Aquarium kommen und überfülle es deshalb nicht.

Bedenke bei der Aquariumsdekoration, dass diese nicht nur das Aquarium optisch für dich aufwärtet, sondern hauptsächlich deinen Bewohnern dienen soll. Deine Zierfische, Krebse, Garnelen und/ oder Schnecken können Stress durch viele Versteckmöglichkeiten viel besser abbauen. Zusätzlich ist der Aufenthalt für sie wesentlich angenehmer und mit mehr Spaß verbunden ist.

Wenn du dir nicht sicher bist wie es mit den Wasserpflanzen aussieht, kannst du später immernoch einzelne Dinge verschieben 🙂

Garnelen AquariumDie Technik

Sobald du zufrieden mit der gesamten Dekoration bist, kannst du dich der Technik in deinem Aquarium widmen. Du brauchst einen Filter und eine Heizung (Heizstab oder Heizmatte). In einem passenden Komplettset egal ob Nano Aquarium oder in einem größeren sind die passenden vorhanden.

Falls du dir alles einzeln kaufst, solltest du darauf achten, dass diese Komponenten so viel Wasser wie du im Aquarium hast auch verarbeiten können. Ein Filter der 60 Liter verareitet reicht nicht für ein 120 Liter Aquarium 😉

Alle wichtigen Infos zur Installation findest du in der Regel in der Bedienungsanleitung der Herstellerfirma.

Zusätzliche Tipps und Hilfe findest du in der Sektion Zubehör. Nimm die Technik bitte nicht direkt in Betrieb. Warte damit bis du das Becken mit Wasser befüllt hast, außer in der Gebrauchsanweisung steht etwas anderes.

Das Becken füllen

Sofern du mit der Dekoration und der Technik fertig bist, kannst du beginnen das Becken zu befüllen. Hierfür ist leicht temperiertes Wasser mit ca. 25°C nehmen.

Fülle das Wasser langsam gegen die Aquariumsscheibe des Beckens ein. So verhinderst du, dass der Boden aufgespült wird und das Aquarium direkt verschmutzt ist. Hierfür eignet sich aus eigener Erfahrung ein Teller und ein Gefäß mit Wasser.

Außerdem kannst du dir so sicher sein, dass die Dekoartikel die du mit viel Mühe und Zeit platziert hast auch an Ort und Stelle bleiben.

Fülle es am besten zunächst nur zu 2/3, damit du die Wasserpflanzen problemlos noch einsetzten kannst.

Aquarium kaufen günstigDas Aquarium „Impfen“

Du hast die Möglichkeit dein Wasser mit Filter Bakterien aufzubereiten. Dies ist kein Muss. Durch die Wasserpflanzen und die Fische pendelt sich das von alleine ein, sodass du dir diesen Schritt sparen kannst.

Langfristig ist ein Aquarium ohne künstliche Impfung von höherer Qualität als eins, dass du jeder Woche Filter Bakterien zufügen musst. Falls du dich allerdings doch für die künstliche Impfung mit Filterbakterien entscheidest, dann gibt die Filterbakterien nach Herstellerangaben in das Becken.

Die Wasserpflanzen

Du kannst nun noch zuletzt die Wasserpflanzen in das Aquarium setzten. Sie tragen nicht nur zur Dekorativität des Aquariums bei, sondern sind auch Maßgeblich für die Wasserqualität verantwortlich.

WasserpflanzeZusätzlich bieten sie Versteckmöglichkeiten für deine Aquariumbewohner. Informier bitte vorher welche Wasserpflanzen zu nimmst. Einige wuchern sehr stark und sind mit viel Pflege verbunden.Fülle anschließend den Rest des Wassers für das Aquarium auf.

Lass nachdem du das Aquarium ‚befplanzt‘ hast bitte ca. 2 Wochen verstreichen, bevor du Leben in das Aquarum bringst. So pendelt sich das Ökosystem in dem Aquarium ein und du kannst dir sicher sein, dass deine Zierfische, Garnelen, Krebse oder Schnecken optimale Bedingungen zum überleben haben.

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3.2. Die Fische

Wenn du soweit bist, dass du dich um deine zukünftigen Aquarienbewohner kümmern kannst, bist du schon sehr weit. Ich gehe hier zunächst nur auf Zierfische für ein Süßwasseraquarium ein.

Bitte lasse wie bereits vorher erwähnt dein Aquarium ca. 2 Wochen einpendeln, sodass deine Zierfische in eine gute Umgebung kommen. Im nachfolgenden findest du alle wichtigen Fragen.

aquarium 200lWie viele Fische passen in mein Aquarium?

Die größe deines Aquariums spielt bei dieser Frage eine entscheidenen Rolle. Wichtig ist das nicht zu viele Zierfische in einem Becken sind.

Eine allgemeine Fausträgel für Zierfische ist, dass pro Zentimeter Fisch 1,5 bis 2 Liter Wasser eingeplant werden sollten. Das bedeutet, dass wenn du 5 Fische a 5cm hast ein Nano Aquarium mit 30 Liter bereits voll ist.

Je nach Fischart kann das nach oben oder unten abweichen. Bedenke das alle Fische in Zoohandlungen Jungtiere sind. Sie werden also in der Regel noch wesentlich größer. Lass dich hierbei am besten von einem Fachmann beraten. So vermeidest du, dass deine Zierfische mit der Zeit wegen Platzmangel sterben.

Wichtig ist bei der Wahl der Fische natürlich noch dir Art und die Eigenschaften der Art. Es gibt Langstreckenschwimmer, die in einem kleinen 30 Liter Aquarium trotz ausreichend Wasser und wenigen Artgenossen unglücklich werden. Andere Fische können auch Schwarmtiere sein, die mehr als 2 Artgenossen brauchen um zu überleben. Also lass dich ruhig ausgiebig zu Angewohnheiten und Größe im ausgewachsenen Zustand der Zierfische beraten, um ein optimales Klima zu schaffen.

Welche Fische sind Anfängerfreundlich?

Aquarien FischschwarmEs ist natürlich am besten für dich einfach in eine Zoohandlung in deiner Nähe zu gehen und dir die Zierfische rauszusuchen, die dir Optisch am besten gefallen. Eine fachmännische Beratung sollte dir dabei die Auswahl erleichtern.

Allerdings gibt es einige Zierfische die ein wenig Robuster sind. Diese sind daher grade für Anfänger sehr gut geeignet, da diese einige Fehler verzeihen. Natürlich darfst du auch diese ‚Einsteigerfische‘ nicht vernachlässigen. Im nachfolgenden findest du eine kleine Auflistung an Zierfischen die wir für Anfänger empfehlen.

 

  • Platy
  • Guppy
  • Panzerwelse
  • Neonsammler
  • Schwarzer Neon
  • Fadenfische

Vivarium GoldfischWie setzte ich Fische in das Becken?

Deine Zierfische solltest du bitte wirklich erst nach ca. 2 Wochen in das Aquarium setzten. Sofern du dir ein paar beim Aquaristikhändler oder Züchter deines Vertrauens gekauft hast, so solltest du sie schnellstmöglich nach Hause bringen. Vermeide hierbei am besten unnötige Umwege, sowie Erschütterung, extrem holprige Straßen und tiefe Bodelöcher, um den Stress der Tiere möglichst gering zu halten.

Sofern der Transportbeutel nicht dunkel verpackt ist, empfehlen wir ihn einfach in Zeitungspapier einzuwickeln. In der Regel befindet sich auf dem Transportbeutel bereits eine kleine Anleitung. Hier hast du trotzdem noch einmal eine kleine Übersicht.

  1. Die Aquarienbeleuchtung ausschalten
  2. Den Beutal ca. 15 minuten in das Aquarium legen, damit das Wasser im Transportbeutel die gleiche Wassertemperatur aufnehmen kann.
  3. Sobald die Temperatur angeglichen ist, gib ein wenig Wasser aus dem Aquarium in den Transportbeutel. Diesen Prozess wiederholst du ca. 3-4 mal in 5 Minuten Abständen, um die Fische an das Aquarienwasser zu gewöhnen.
  4. Als nächstes leerst du den Beutel über einem Eimer, der Toilette oder dem Waschbecken mit einem Fangnetz aus, sodass du die Fische im Fangnetz in das Aquarium geben kannst. Es ist wichtig das du das Fremdwasser nicht in dein Aquarum schüttest.
  5. Nach ca. 2 Stunden kannst du das Aquariumlicht wieder einschalten. So hatten die Zierfische ausreichend Zeit sich wieder zu beruhigen und an ihr neues Heim zu gewöhnen. Jetzt sind sie praktisch schon heimisch.
  6. Die erste Fütterung erfolgt erst am nächsten Tag. Sofern du Zerfische in einen bereits bestehenden Bestand integrieren willst, solltest du die ‚alten‘ Fische füttern bevor du die neuen in das Aquarium gibst.

Gib niemals den Fisch oder die Fische mit dem Wasser aus dem Transportbeutel in das Becken. Allgemein gilt: Gib niemals fremdes Wasser in dein eigenes Aquarium. Das hängt damit zusammen, dass du so vermeidest ‚fremde‘ Krankheiten oder Algensporen etc. in dein Wasser bringst.

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4. Die Aquariumpflege

Die Aquariumpflege ist ein kleines Übel was ein Aquarium mitbringt. Es ist allerdings sogut wie nie wirklich lästig, sondern macht meisten Spaß, da du deine Fortschritte anhand deiner Fische immer verfolgen kannst 🙂

Fische aquarium4.1. Täglich

So wie du auch haben deine Zerfische töglich hunger, dahert steht die Fütterung auf dem töglichen Programm. Das ist allerdings nicht das einzige was du jeden Tag machen solltest.

Du solltest jeden Tag die Wassertemperatur prüfen. Hierfür eignet sich optimal ein Wasserthermometer. Außerdem solltest du jeden Tag schauen ob der Filter noch funktioniert. Das siehst du am besten an einer kleinen Strömung die in deinem Aquarium existiert oder nicht mehr existiert. Grobe Verunreinigungen wie lose Blätter o.ä. solltest du natürlich auch direkt beseitigen.

Zuletzt solltest du noch schauen ob deine Zerfische ein sonderbares Verhalten aufweisen oder bsp. weiße Pünktchen haben. Falls dies der Fall ist, so solltest du dich bei der Zoohandlung oder dem Züchter deines Vertrauens informieren und ggf. Medikamente für dein Aquarium kaufen.

Komplett AquariumDie Fütterung

Das Füttern ist wohl der schönste Teil der Arbeit, die bei einem Aquarium anfällt. Wie du es richtig machst findest du in der nachfolgenden Anleitung.

  1. Fütter nur so viel wie deine Fische in 2 bis 3 Minuten fressen können
  2. Nicht nur für dich ist es gesünder sich abwechslungsreich zu ernähren. Deine Fische werden dir ebenfalls sehr dankbar sein 🙂
  3. Informiere dich über die bevorzugten Futtersorten deiner Zierfische. Viel zu Großes oder viel zu Kleines Futter bietet nicht die passenden Nährstoffe und bringt deinen Fischen nichts.
  4. Fütter deine Zierfische maximal 2 mal pro Tag
  5. Füttere nie direkt aus der Futterdose. Proportionier die Menge mit deinen Fingern oder mit einem passenden Löffel. Wenn du direkt aus der Futterdose schüttest, kann immer zu viel rauskommen, deshalb ist es nicht zu empfehlen.

Überfütterung?

Deine Fische werden immer alles fressen was du ihen gibst. Dies liegt aber nicht daran, dass sie hungrig sind, sondern das es ein natürlicher Refelex von ihnen ist. Sie werden also eher an Überfütterung als an Hunger sterben.

Vergleiche es am besten einmal mit dir. Wenn dir jemand immer wieder Salzstangen hinstellt. Dann wirst du die erste portion problemlos essen. Dann trinkst du etwas und die nächste Portion passt auch noch problemlos. So wird es immer weiter gehen. Bei einem Film kannst du das noch verkraften. Allerdings ist der Zustand auf Dauer mehr als Ungesund und du wirst starke gesundheitliche Probleme bekommen.

Abgesehen davon leidet die Wasserqualität enorm an Überfütterung. Bei größeren Aquarien werden dir vom Wasser mehr Fehler verziehen als bei einem Kleineren. Bei einem 10 Liter Nanoaquarium wirst du es wohl am schnellsten sehen.

Alles was gefressen wird muss auch wieder ausgeschieden werden und belastet das Wasser mit Schadstoffen wie bsp. Nitrit. Zu viele Schadstoffe können der Bodengrund und der der Filter nicht mehr alles verarbeiten. Das Resultat ist, dass das Algenwachstum angeregt und das Wischwachstum gestoppt wird.

Also füttere deine Fische maximal 2 mal täglich mit so viel Futter wie sie in 2 bis 3 Minuten auffressen können. So vermeidest du unnötige Verschmutzung und bietest deinen Fischen optimale Wachstumsbedingungen.

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Aqarium4.2. Alle 1 bis 2 Wochen

Alle 1 bis 2 Wochen gibt es einiges zu tun. Deine Fische mögen wie du auch ein saubere Umfeld. Also brauchen sie „neue Luft zum atmen“ bzw. Wasser und es muss einmal der Dreck entfernt werden.

Die Grundreinigung

Eine allgemeine Reinigung ist sehr wichtig. Hierfür verwendest du am besten einen Mulmensauger. So kannst du bereits ca. 30% des Wassers aus dem Becken für den Teilwasserwechsel abpumpen und machst gleichzeitig den Beckenboden sauber.

Dein Filter übernimmt bereits einen großen Teil der Reinigung, deshalb musst du die Filtermatte gründlich reinigen. Am besten mit Wasser das ca. die selbe Temperatur wie das Beckenwasser hat.

Die Innenscheibe solltest du auch säubern. Dies machst du am besten bevor du neues Wasser in das Aquarium gibst. Hierfür verwendest du am besten einen Magnetscheibenreiniger oder bei hartnäckigen Algenbefällen eine Klinge. Chemische Reiniger sind der Tod für dein Aquarium. Diese darfst du auch keinen Fall verwenden.

Der Teilwasserwechsel

Beim Teilwasserwechsel entnimmst du dem Aquarium ca. 30% des Wassers und füllst dieses mit neuem frischen Wasser auf. Achte dabei darauf das die Temperatur des neuen Wassers etwa die gleiche ist, wie die in dem alten Wasser.

Am besten füllst du das neue Wasser wieder über die Beckenscheibe ein. So vermeidest du eine unnötige Aufspülung des Beckenbodens und viel Stress bei deinen Aquarienbewohnern.

Wichtig ist nur frisches Leitungswasser zu verwenden.

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Abschluss

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Falls du mehr Infos über Nanoaquarien oder Komplettsets haben möchtest, findest du im Menü eine passende Anlaufstelle.

Zusätzliche Infos über Aquarien findest du in inserem Blog.

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